Zytologieschule Tübingen

  • Ist eine selbstständige und unabhängige Einrichtung (Privatschule), die seit 1968 besteht, als die gesetzliche Krebsfrüherkennung in der Bundesrepublik eingeführt wurde
  • Ausbildung von jungen Menschen zum/ zur Zytologieassistent/in 15 Lehrgangsplätze http://berufenet.arbeitsagentur.de/

Lehrgang zum/ zur Zytologieassistent/in

zweijährige Ausbildung, Ausbildungsbeginn jährlich im Oktober

1. Jahr theoretische und praktische Ausbildung an der Zytologieschule Tübingen
2. Jahr Praktikum in einem Zytologischen Labor (Gynäkologe, Pathologe, Krankenhaus)

Der oberste Grundsatz für die Ausbildung und berufliche Tätigkeit des/der Zytologieassistenten/in lautet:

Man sieht nur, was man weiß

Ausbildungsfächer:

  • Zytologie des weiblichen Genitale
    Das Hauptfach der Ausbildung ist die Zytologie des weiblichen Genitale, also die gynäkologische Zytologie. Hier lernen Sie, wie das normale Zellbild des Muttermundbereichs aussieht, wie es sich unter bestimmten Bedingungen verändert, zum Beispiel bei Entzündungen, bei hormonellen Einflüssen oder durch die Vorgänge bei Ablösung aus dem Verband. Gleich die ersten Lernschritte werden durch Übungen am Mikroskop vertieft. Das Mikroskopieren hat von der ersten Stunde an einen ganz hohen Stellenwert. Nachdem die Grundkenntnisse des Zellbilds erworben sind, werden anhand von mikroskopischen Präparaten und Bildern die Kriterien der krebsigen Zelle erlernt.
  • Zytologie anderer Organe
    Die bei der gynäkologischen Zytologie gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen lassen sich auch auf die Zytologie anderer Organe übertragen, wobei jeweilige Besonderheiten hinzugelernt und ebenfalls am Mikroskop geübt werden müssen.
    Durch Punktion gewinnt der Arzt Zellmaterial zum Beispiel aus der weiblichen Brust, der Schilddrüse, der Prostata. Sekrete aus den Atemwegen, der Harn wie auch die Flüssigkeiten in den Körperhöhlen können veränderte Zellen aufweisen, die auf einen Krebs hindeuten. Hier hat der/ die Zytologieassistent/in ebenfalls ein weites Betätigungsfeld, wozu sie sich Spezialkenntnisse aneignen und mit dem zytologisch tätigen Arzt zusammen arbeiten.
  • Mikroskopieren
    Auch das Mikroskopieren als solches will gelernt sein: das ganze Präparat wird systematisch durchmustert. Sie erlernen, die Zellen mit einem Blick zu erfassen und zu prüfen, ob entzündliche oder krebsverdächtige Veränderungen vorliegen.
  • Weitere Lehrfächer sind: Anatomie, Biologie, Chemie, Hämatologie, Krankheitslehre, Laborkunde, Mikrobiologie, EDV Unterricht; Berufskunde; Kommunikation (Workshop)

Im Unterricht wird mit verschiedenen Lehr- und Lernmethoden gearbeitet:

  • Vorträge /Referate
  • Lernen durch Lehren
  • Praktisches Arbeiten mit Abstrichen aus der Routine und Lehrsammlung
  • Erstellen von Mikroskopierhilfen
  • Erstellen von Mind Maps
  • Lernkartei
  • Schülerinnen halten selbst erarbeitete Power Point Vorträge
  • Zeichnen der Zellen
  • Erstellen eines Kriterienbuchs
  • In jedem Lehrfach werden zur Überprüfung des Gelernten nach angemessener Zeit Testate abgehalten. In der gynäkologischen Zytologie wird von den Schülerinnen der Lehrstoff der vergangenen Stunde kurz wiederholt. So lernt man mit den medizinischen Begriffen und Fremdwörtern umzugehen und übt zugleich den freien Vortrag vor Publikum.

Prüfungen / Examen:

  • 1. Lehrgangsjahr: September (1 Examen in Extragenitaler Zytologie)
  • 2. Lehrgangsjahr: April/ Mai Zwischenprüfung (Theoretische und praktische Prüfung in Gyn. Zytologie) September Examen (Theoretische und praktische Prüfung in Gyn. Zytologie, Mamma, und Extragenitale Zytologie)

Abschluss: die Ausbildung zum/zur Zytologieassistent/in ist von der Deutschen Gesellschaft für Zytologie (DGZ) anerkannt

Unterricht: Unterrichtszeiten sind von 8.15 Uhr bis 15.30 Uhr einschließlich Pausen und Mittagspausen

Ferien zu Weihnachten, Ostern, Pfingsten entsprechen den Schulferien in BW, Sommerferien (4 Wochen)

Lehrkräfte: Gynäkologe, Zytologieassistentinnen (IAC-GYN, DGZ, Pädagogische Qualifizierung), Biologin, MTA, Informatikerin

Ausstattung: Unterrichtsraum: jeder Schüler hat einen Arbeitsplatz mit Mikroskop

Beamer und Laptop, Digitalkamera und Mikroskop um Präparate über Beamer zu präsentieren, Tageslichtprojektor, Diaprojektor, Labor für praktische Tätigkeiten in den einzelnen Fächern, EDV- Bereich, Aufenthaltsbereich, voll ausgestattete Küche

Schulgeld und Vertragsbedingungen

Die Höhe des monatlichen Schuldgeldes und der zusätzlichen Kosten für die Ausbildung erfahren Sie bei der Zytologieschule. Vertragliche Rahmenbedingungen sind notwenig, damit der Unterricht reibungslos und effektiv ablaufen kann.
Eventuell ergeben sich Möglichkeiten finanzieller Hilfen z.B. bei:

  • Arbeitsamt (Umschulung)
  • Landratsämter (BAföG)
  • KFW Bank (Bildungskredit)

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